Here for More beim Frauenlauf
Bei strahlend blauem Himmel setzen 31.113 Frauen und Mädchen beim 38. ASICS Österreichischen Frauenlauf in Wien ein starkes Zeichen für den Frauensport – mit doppelter Rekordfreude: Purity Kajuju Gitonga bricht den 5-km-Streckenrekord, Julia Mayer jenen über 10 Kilometer.
Here for More – das Motto als Versprechen
Es gibt Tage, an denen der Wiener Prater zu groß wird für den Alltag – und zu klein für die Energie, die sich dort entfaltet. Der 31. Mai 2026 war so ein Tag. 31.113 Frauen und Mädchen verwandelten die Prater Hauptallee in ein Meer aus Bewegung, Farbe und Gemeinschaft. Das Motto des 38. ASICS Österreichischen Frauenlaufs lautete „Here for More" – und kaum je passte ein Motto besser zu dem, was sich an diesem Frühlingssamstag entfaltete.
Here for More: mehr Sport, mehr Gemeinschaft, mehr Mut, mehr Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das ist der Kern dieser Veranstaltung, die Ilse Dippmann vor fast vier Jahrzehnten ins Leben gerufen hat und die heute zu einem der größten Frauenläufe der Welt zählt. Jede Teilnehmerin ist willkommen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Fitnesslevel. Das war von Anfang an so. Und daran hat sich nichts geändert.
„Ein großartiger Tag! Unser diesjähriges Motto Here for More verwandelte den Wiener Prater in einen Ort voller Energie, Emotionen und Gemeinschaft. 31.113 Frauen und Mädchen haben dieses Event wieder zu einem der weltweit größten Frauenläufe gemacht. Herzliche Gratulation an alle", sagte Ilse Dippmann, Gründerin und Organisatorin des ASICS Österreichischen Frauenlaufs, nach dem Zieleinlauf.
Gitonga bricht den Streckenrekord
Im Spitzenfeld der 5-km-Strecke ging es um Hundertstel und Sekunden. Purity Kajuju Gitonga aus Kenia machte von Beginn an klar, dass sie nicht nur gewinnen, sondern Geschichte schreiben wollte. Mit einer Zeit von 14:41 Minuten überquerte sie die Ziellinie – und unterbot den bisherigen Streckenrekord aus dem Jahr 2021 um acht Sekunden. Ein neuer Maßstab für den schnellsten Frauenlauf Österreichs.
Hinter ihr bewies Taylor Werner aus den USA mit 15:29 Minuten, dass auch sie in Topform angereist war. Den dritten Platz sicherte sich Lisa Rooms aus Belgien in 15:33 Minuten. Besonders erfreulich für das heimische Publikum: Lisa Redlinger lief als schnellste Österreicherin in 15:36 Minuten auf den vierten Gesamtrang – ein starkes Ergebnis der Vorarlbergerin, die zuletzt beim Vienna City Marathon mit einem österreichischen Rekord über 5 Kilometer von sich reden gemacht hatte.
Julia Mayer: Hausherrin des Praters
Auf der 10-km-Strecke war Julia Mayer in ihrer natürlichen Umgebung. Die Olympionikin aus Paris 2024, österreichische Rekordhalterin im Halbmarathon und Marathon, kennt den Prater wie kaum eine andere – und sie ließ es zeigen. In 33:34 Minuten stellte sie einen neuen Streckenrekord über die 10-km-Distanz auf und bewies einmal mehr, warum sie zu den stärksten Läuferinnen Österreichs zählt.
Für Mayer war es nicht nur sportlich ein besonderer Tag. Die abwechslungsreiche Strecke durch den Prater, die unglaubliche Stimmung entlang der gesamten Route und der Support der Fans machten den 10-km-Bewerb zu einem Erlebnis, das weit über den Wettkampf hinausging.
Mehr als ein Lauf
Was den ASICS Österreichischen Frauenlauf von vielen anderen Großveranstaltungen unterscheidet, ist nicht die Teilnehmerzahl allein – es ist die Atmosphäre. 31.113 Starterinnen bedeuten 31.113 Geschichten: die Frau, die heute zum ersten Mal eine Laufveranstaltung bestreitet; die Gruppe von Freundinnen, die seit Jahren gemeinsam antreten; die Mutter, die mit ihrer Tochter an der Startlinie steht. All das ist der ASICS Österreichische Frauenlauf.
Seit Ilse Dippmann diesen Lauf aus einer einfachen Idee heraus geschaffen hat, ist er zu einem fixen Bestandteil des österreichischen Sportkalenders geworden. Jahr für Jahr setzt er ein Zeichen dafür, dass Frauen und Mädchen im Sport ihren Platz haben – und zwar nicht irgendwo am Rand, sondern mittendrin.
Webtipp:

